News for Henze
- Hans Werner Henze (86) dies
[posted 30 October 2012]On 27 October Hans Werner Henze died in Dresden, Germany. As he composer he was an important innovator who tried to give traditional styles a place in his works.
When he was 17 years old, in 1944, he was made prisoner of war by the British. In England he first heard modernist music, which was forbidden in Nazi Germany. After the war he was one of the first German composers to start composing in a serialistic style. However, he was never a radical atonalist. He also used Jazz, Music Hall, and other popular music.
Music
(contributed by Manuel Joost <Manuel_Joost
fub46.zedat.fu-berlin.de>)
There is a CD that is called “Voices” (or in German: “Stimmen”). “Voices” or “Stimmen”, subtitled “a collection of songs for two vocalists and instrumental groups”, was written for the London Sinfoniette, a highly specialized ensemble, the tenor Paul Sperry and the mezzo-soprano Rose Taylor. Henze himself has provideed an explanation of how this work came about: “Apart from the ‘prison song’, which I had written back in 1971 for Yamashta, these songs were composed between January and June 1973. With the exception of ‘Whispers’ (1948) and ‘Five Neapolitan Songs’ (1956), these are the only songs I have written. [...] The choice of poems and their arrangement reflect my own political thinking and my emotional commitment. [...] In other cases I tried to carry on the Weill–Eisler–Dessau tradition in my own style. […]”. Reflecting Henze’s political stance, it is designed to produce an impact, to bring about political changes. Finally, Henze has pointed out that his work achieved maturity while he was engrossed in the book “Les damnés de la terre” by Frantz Fanon (1924–1961), the “Communist Manifesto of the anticolonial revolution” (as it has been descibed) published by the revolutionary doctor from Martinique in the year of his death. (Text by Eberhard Klemm)
(Contribution by Rudolf Illavsky <diereihe
netway.at>.)
[in German]
Sinfonia N. 9
für gemischten Chor und Orchester (1995-97)
Dichtung von Hans-Ulrich Treichel
- Die Flucht
- Bei den Toten
- Bericht der Verfolger
- Die Platane spricht
- Der Sturz
- Die Nacht im Dom
- Die Rettung
Meine neunte Symphonie befaßt sich mit derdeutschen Heimat - so, wie sie sich mir dargestellt hat, als ich einjunger Mensch war, während des Krieges und schon zuvor. Sie entstand vor kurzem, in Jahren intensivsten Umgangs mit dem Thema, und war auch bezügiich der seelischen Anstrengung das Extremste, was ich je erlebt habe. Was in dieser Symphonie passiert, ist eine Apotheose des Schrecklichen und des Schmerzlichen, sie ist eine Summa summarum meines Schaffens, eine Abrechnung mit einer willkürlichen, unberechenbaren, uns überfallenden Welt Statt die Freude, schönen Götterfunken zu besingen, sind in meiner Neunten den ganzen Abend Menschen damit beschäftigt die noch immer nicht vergangene Welt des Grauens und der Verfolgung zu evozieren, die noch immer ihre Schatten wirft. Eine deutsche Wirklichkeit, ist diese Symphonie aber vor allem Ausdruck der allergrößten Verehrung der Leute, die Widerstand geleistet haben in der Zeit des nazifaschistischen Terrors und die für die Freiheit der Gedanken ihr Leben gegeben haben.
(H.W.H.)
Film music
e.g.:
- “Der junge Törless” (1966) — Volker Schlöndorff
Life
(Contribution by Rudolf Illavsky <diereihe
netway.at>.)
[in German]
Hans Werner Henze wurde 1926 im westfälischen Gütersloh geboren. Seine Jugend wurde von den Wirrnissen und Katastrophen der Kriegsjahre überschattet. 1943 begann er ein Musikstudium in Braunschweig, mußte es aber wegen der Einberufung zum Militär bald wieder abbrechen. Schließlich gelangte er 1946 nach Heidelberg und studierte intensiv bei Wolfgang Fortner, dann (ab 1948) beim Schönberg-Schüler René Leibowitz, den er bei den Darmstädter Ferienkursen kennengelernt hatte. Nach kurzen intermezzi in Paris und Göttingen sowie vergeblichen Versuchen, in Konstanz und Wiesbaden als Schauspielkomponist und Ballettkapellmeister Fuß zu fassen. entschloß sich Henze, derzu dieser Zeit als Komponist längst bekannt und erfolgreich war, 1953 zur freiwiiligen "Emigration". Er kehrte dem "ganzen Betrieb" den Rücken und zog sich auf die lnsel lschia zurück, um ausschließlich und ungestört komponieren zu können. Auf lschia fand er Verbindung zu einer dort ansässigen lntellektuellen-Kolonie, zu der u.a. Goio Mann, der englische Komponist William Walton und, für Henzes spätere Arbeiten wichtig, Wystan Hugh Auden gehörten. Henze übernahm zwar 1961 am Salzburger Mozarteum sowie 1980 an der Musikhochschule Köln eine Kompositionsklasse, doch entstehen nach wie vor alle wichtigen Partituren in laien. 1976 wurde durch seine Initiative das "Cantiere internazionale d’arte" in Montepulciano gegründet.
Places
- Germany, Gütersloh, Brunnenstraße 3 — 1 Jul 1926
Musicatlas![click for larger image Gütersloh birthplace Henze<br/><p class="copy">Uploaded by <a href="/user/10">Ed Tervooren</a> [© Copyright may apply] — Classical Composers Database</p>](/uploads/place/2006/10/th/d01.43.jpg)
![click for larger image Hessisches Staatstheater Wiesbaden Staatstheater<br/><p class="copy">Uploaded by <a href="/user/10">Ed Tervooren</a> [© Copyright may apply] — Classical Composers Database</p>](/uploads/place/2129/10/th/d03.1.01.jpg)



